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News und Events am Paul-Ehrlich-Berufskolleg

Wie Knoten und Omas hoch in den Bäumen Belgier, Niederländer und Deutsche verbinden

Seilklettertechnikkurs A in Eupen/Belgien vom 23. März 2014 bis 28. März 2014

Vom 23. bis zum 28. März 2014 reisten zwei Schülerinnen und drei Schüler der Mittelstufe des Paul-Ehrlich-Berufskollegs der Stadt Dortmund, Bereich Gartenbau, Bildungsgang Garten- und Landschaftsbau mit ihrer Lehrerin Frau Bays nach Eupen/Belgien. Im Rahmen der Comenius-Partnerschaft ermöglichte das PEBK-DO dort eine zertifizierte Ausbildung in der SKT-A (Seilklettertechnik).

Seilkletterkurs Eupen 2014

Ganz im Sinne der Comenius-Partnerschaft wurde der Austausch zwischen den Auszubildenden der verschiedenen Länder groß geschrieben. Dieses Jahr trafen sich unter Belgischer Leitung (ZAWM EUPEN) 7 Niederländer der AOC Terra Meppel und 5 Deutsche des PEBK-DO in Eupen, um gemeinsam Knoten zu lernen, die „Oma“ in den Baum zu binden und etwas über die andere Schule, Sprache und Ausbildung zu lernen.

Nach der Anreise am Sonntag von Dortmund nach Eupen und dem Eintrudeln der Niederländer in unsere gemeinsame Unterkunft „Haus Stockem“ wurde zur besseren Verständigung untereinander schnell der Leitsatz der Woche klar: „What? In English please!“

Der eigentliche SKT-A Kurs begann am Montag um 8.00 Uhr mit der Überprüfung der Ausrüstung und einer kurzen Theorieeinheit. Anschließend ging es sofort hinaus in die Parkbäume im Eupener Park „Klinkeshöfchen“. Unterschiedliche Bäume wurden die Kletterheimat für die nächsten Tage.

Montag bis Donnerstag wurde von 8.00 -17.00 Uhr fleißig bei Wind und Wetter geübt:

  • Gefährdungsermittlung
  • Baustellenabsicherung
  • Knotentechnik
  • Belehrungen zur Sicherheit
  • Fachgerechter Umgang und Einsatz der persönlichen Schutzausrüstung
  • Seilklettertechnik:

    * Wurftechniken
    * Einbau Kambiumschoner und Kletterseil und deren fachgerechter Ausbau
    * Klettersystem mit LockJack und Prusik
    * Sicherungstheorie und Aufstieg mit wechselnden Sicherungen
    * Klettern und Arbeiten in der Außenkrone, Einsatz der Handsäge
    * Aufstieg mit Körperschubtechnik, Fußklemmtechnik und Schlaufentechnik
    * Umlenkung
  • Grundregeln für das Handeln im Notfall und praktische Rettungsübung mit Zwei- und Ein-System-Rettung

Wieder einmal sorgte der Einbau der „Oma“ in den Baum (Technik zum gesicherten Rückklettern aus der Außenkrone zum Stamm) und das Werfen eines „Butterbrotes“ (Seil wird in bestimmter Weise geschlungen und im Baum weiter hoch geworfen) zur Erheiterung.

Der Wettergott war uns dieses Jahr freundlich gesonnen. Sonnenschein und warme Temperaturen ließen den kurzen Schneeregen am Montag schnell vergessen und den Schülern wurde bewusst, wie viel Freude der Weitblick in den Wipfeln der Bäume macht und welche Perspektive sich dadurch auf dem Arbeitsmarkt eröffnet.

Neben der Seilklettertechnik wurde auch der Austausch mit Auszubildenden umgesetzt. Bei einem Besuch der Schule vor Ort (ZAWM, 3. Lehrjahr Gartenbau) und einer Gesprächsrunde im Rahmen des Fachunterrichtes bei der Gartenbaulehrerin Frau Kirschfink konnten sich die Azubis über Gemeinsamkeiten und Unterschiede der Ausbildungen in Deutschland, Belgien und den Niederlanden rege austauschen.

Der Austausch wurde durch einen gemeinsamen Bowlingabend, dem täglichen Küchendienst mit deutsch-niederländischer Belegschaft oder einer abendlichen Lernrunde in einem Mix aus englischer, deutscher und niederländischer Sprache vertieft.

Für die Stärkung der Gemeinschaft (im wahrsten Sinne des Wortes) mussten die Schüler selber sorgen. In den international gemischten Kleingruppen wurde morgens ein Frühstücksbuffet mit Brötchen, Rührei, Aufschnitt und belgischen Spezialitäten vorbereitet. Am Abend wurde dann nach Rezept und Unterstützung der Lehrerin gekocht. Aus vor allem Zwiebeln, dazu Fleisch und Beilagen zauberten die angehenden Gärtner Spaghetti Bolognese, scharfes Curry mit Reis, Rahmgeschnetzeltes mit Spätzle und Tortellini Carbonara. Lecker! Und zur Belohnung aller fleißigen Küchenhelfer gab es am Donnerstag Pizza!

Am Donnerstagabend stand dann die schriftliche Prüfung der Theorie und praktische Knotenkunde an. Fragen mussten beantwortet werden und Knoten auf Ansage vorgeführt werden. Freitag ging es dann zunächst auf Zeit in einen Kletterparcour der unter Berücksichtigung der erlernten Sicherheitsaspekte mit bestimmten Aufgaben bewältigt werden musste. Anschließend wurde ein Unfall simuliert und jeder musste nach Vorschrift einen Verletzten aus dem Baum retten. Zum Schluss wurde der LockJack unter den Augen der Prüfer eingebaut und geprüft.

Um 13.30 Uhr stand dann fest: Die Prüfung ist vollbracht! Alle bestanden! Nur noch die Ausrüstung prüfen und dann ging es nach viel Dank an Johan Collins und Frank Robertz nach Dortmund. Glücklich aber auch müde endete eine Woche auf deutsch-englisch-niederländisch mit vielen neuen Vokabeln, Erfahrungen und gestärkten Muskeln an zuvor unbekannten Stellen und Freu(n)den um 19.00 Uhr am HBF in Dortmund.