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News und Events am Paul-Ehrlich-Berufskolleg

‘I don't know you, but I want you to like my country' – in Lissabon mit der FOG12a

Mitte November entflohen wir Lernende der Fachoberschulklasse FOG12a dem deutschen Schmuddelwetter und gingen auf große Fahrt nach Lissabon.
Eine unserer Aufgaben als Klasse mit dem Schwerpunktfach Gesundheit war es, ein Augenmerk auf die gesundheitliche Kultur Portugals zu legen. Dabei stellte sich die Frage nach dem Unterschieden im Gesundheitsverhalten, der Ernährung, der Einstellung zum Rauchen, dem Wasserverbrauch und der Geschichte der Gesundheit.

Lissabon 2017
Klar ist, dass man innerhalb von fünf Tagen keine komplette Kultur kennen lernen kann. In diesem Falle sind uns jedoch ein paar wenige markante Facetten aufgefallen.
Als allererstes (und zu unserem Leidwesen) mussten wir erfahren, dass es in Lissabon auch in Restaurants feste Essenszeiten gibt. Diese halten sich an das altbewährte Prinzip von Frühstück, Mittag und Abendessen. Kurzgefasst, jeweils von 8:00 bis 10:00 Uhr, 12:00 bis 14:00 Uhr und 19:00 bis 21:00 Uhr gibt es traditionell ,,Großes Essen''. In der Zwischenzeit kann man Sandwiches erwerben. Somit suchten wir nach einem langen Flug vergeblich nach einem Restaurant, das unseren Vorstellungen entsprach. Letztendlich landeten wir im Laden ,,American-Music-Burger'' der in cooler Vintage/Jazz Atmosphäre gut portionierte Burger verkaufte.


Eine weitere Auffälligkeit betrifft das Rauchverhalten. Im Gegensatz zu Deutschland findet das Rauchen in Portugal scheinbar eine größere Akzeptanz vor allem beim jungen Volk. Man kann auch noch in Bars rauchen oder sich nach dem Mittagessen eine Zigarette im Restaurant gönnen. Allerdings sind Raucherbereiche zumindest in Restaurants vom Rest abgetrennt.
Am Dienstag sind wir erst einmal zum Museu da Farmácia gegangen: Spannend waren z.B. Apotheken aus den letzten Jahrhunderten. Leider wurde hier kein Schwerpunkt auf die pharmazeutische Herstellung in Portugal oder Lissabon gelegt, sondern vielmehr eine Geschichte von der Entwicklung der Medikamente von den Ägyptern bis heute gezeigt. Danach sind wir entlang schöner Strandorte und dem Meer sieben Kilometer zu Fuß zum Torre de Belém, einem der bekanntesten Wahrzeichen Lissabons und UNESCO-Weltkulturerbe, gelaufen. Den Torre de Belem, das Schutzsymbol der Seefahrer, sieht man schon von weitem, weil er sehr groß und auffällig ist. Wenn man hineingeht kann man sechs Stockwerke hochlaufen oder modern den Fahrstuhl nehmen. Oben angekommen hat man eine sehr schöne Aussicht über Lissabon und das Meer. Es war wunderschön. Am Mittwoch sind wir dann ins Museu da Água gegangen. In dem kleinen und bescheidenen Museum lernten wir, dass die Portugiesen viel zu viel Wasser verbrauchen.


Zum Schluss noch der schönste Punkt der Reise: die portugiesische Lebensfreude und Offenheit. Ein gutes Beispiel dafür ist unsere Erfahrung im zuvor erwähnten Burger-Laden. Dort verstanden wir uns relativ gut mit der Bedienung. Wir erzählten ihr von unserer Abendplanung und sie bot uns an mitzukommen. Wir stimmten natürlich zu und freuten uns. Sie begegnete uns direkt mit einer offenen Gelassenheit, zeigte uns ein paar schöne Plätze in Lissabon und startete eine private Karaoke Session. Super Cool.
Eine Aussage von ihr, „I don't know you but I want you to like my country'', zeigt, mit welcher Offenheit Portugiesen durch ihr Leben schreiten.
Letztendlich sprechen wir wohl für die ganze Klasse, wenn wir sagen: ,,Wir alle haben Lissabon lieben gelernt''. Portugal ist ein interessantes und weltoffenes Land und auf jeden Fall eine Reise wert.

Mandy Neumann & Marlon Damrow (FOG12a)